Erst Ende Juli hatte ein Mann aus der Nähe von Woldegk durch den sogenannten Liebesbetrug 39.000 EUR verloren. Die Pressemitteilung vom 27.07.21 mit Vorgehensweise und Präventionshinweisen finden Sie hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4979444

Bei einem Liebesbetrug muss es sich nicht zwangsläufig um eine vorgetäuschte romantische Liebe handeln. Oft fühlten sich die Opfer den Betrügern auch freundschaftlich verbunden.

Gestern wurde im Raum Stralsund erneut ein geglückter Liebesbetrug angezeigt.

Eine 52-jährige Deutsche lernte im April über Facebook den angeblichen Amerikaner „Philip“ kennen. Sie schrieben eine Weile miteinander. Er berichtete ihr, dass er als UN Arzt im Jemen stationiert sei. Der amerikanischen Basis dort sei als Dank für die Unterstützung 70 Millionen US-Dollar ausgezahlt worden. Sein persönlicher Anteil betrüge 2,5 Millionen Dollar. Mit dem Geld wolle er sich nun in Deutschland zur Ruhe setzen. Nach und nach bat er die Frau darum, ihm zu helfen, da er nur zu ihr Vertrauen habe. Er komme derzeit nicht an sein amerikanisches Konto und benötigte die Transportkosten für den Versand der Box mit dem Geld. Im Mai überwies die Geschädigte 10.000 EUR Transportkosten. Für den griechischen Zoll im Juni schließlich 50.000 EUR. Es folgten weitere Zollgebühren, die Begleichung eines Flugtickets und Kosten für die Ausreiseerlaubnis. Insgesamt verlor die Geschädigte 72.000 EUR an den unbekannten Täter.

Erst als die Geschädigte bemerkte, dass eine Facebookfreundin ebenfalls mit „Philip“ befreundet war und diese Freundin auf Nachfrage bestätigte, dass sie dieselbe Geschichte erfahren hatte, flog der Schwindel auf. Die Freundin hatte den Kontakt zu dem Amerikaner nach den Geldforderungen glücklicherweise beendet.

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