Seit dieser Woche sind Baumpfleger und Forstwirte der Hansestadt Stralsund im Stadtwald unterwegs, um die Baumkronen über dem viel genutzten Rad- und Gehweg zwischen Vogelwiese und Friedrich-Engels-Straße auszulichten.
Damit die Maßnahme nachhaltig wird, erfolgt der Rückschnitt über dem Weg auf bis zu 6 m Breite und 6 m Höhe.

Schnittmaßnahmen, Fällungen und alle vergleichbaren Arbeiten sind im Wald grundsätzlich ganzjährig erlaubt. “Hier legen wir besondere Sorgfalt an den Tag und kontrollieren Baum für Baum einzeln und wenn nötig auch mit einer Arbeitsbühne”, sagte Thomas Struwe, Leiter der Abteilung Forsten im Hinblick auf Artenschutz und Höhlungen der Vögel und Fledermäuse.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertigen für verschiedene Bäume Protokolle zum Artenschutz an und sind angewiesen, Höhlenbäume und Nester zu schonen. Zudem werden sechs Fledermaushöhlen aufgehängt, weitere über 30 folgen im Laufe des Jahres. Zur Schonung des Waldes und der Brutvögel erfolgen die Arbeiten abschnittsweise bis in den September hinein.
Parallel dazu fällen die Baumexperten erneut absterbende Eschen, sie entfernen Totholz über den Wegen und machen Platz für kleine Bäume, indem sie rundherum das Unterholz entfernen.

Mit Blick auf den Abschluss der Auslichtungsarbeiten im September sagt Struwe: “Eine Beeinträchtigung der Waldfunktionen gibt es dadurch nicht. Im Gegenteil, mehr Licht wird dem Artenschutz in vielerlei Hinsicht zugutekommen”.

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