Die Verwaltung der Hansestadt Stralsund hat bekannt gegeben, welcher neue Standort für die geplante Ansiedlung des Möbelmarktes XXXLutz am besten geeignet ist.

Das wurde notwendig, nachdem die Bürgerschaft für die bisher vorgesehene Fläche an der Greifswalder Chaussee eine Prüfung auf Machbarkeit gefordert und Bedenken bezüglich der Umsetzbarkeit geäußert hatte. Diese Prüfung ergab, dass die Erschließung und Bebauung im erforderlichen Umfang zwar grundsätzlich möglich ist, aber deutlich mehr Verkehr entstünde, der den ohnehin stark frequentierten Bereich zusätzlich belasten würde. Auf der Suche nach einer Alternative wurde ein – aus Sicht der Stadtentwicklung – sogar noch besserer Standort gefunden. Dieser berücksichtigt sowohl die Wünsche des Investors nach Präsenz im touristischen Verkehrsstrom und entsprechenden Flächen für eine signifikante Größe, die auf einen Einzugsbereich von 100 bis 150 km ausstrahlt, als auch das städtebauliche Potenzial und die Möglichkeiten zur Entwicklung der nördlich gelegenen Lokschuppen. Vorgeschlagen wurde das Areal an der Abfahrt Feldstraße, von der Ortsumgehung kommend – mit ca. 44.000 Quadratmetern.

„Das ist insgesamt gesehen natürlich ein Riesenprojekt“, so Oberbürgermeister Alexander Badrow, „aber mit einem Riesenpotenzial. Denn der Möbelmarkt hätte Magnetwirkung für die umliegenden Flächen. So auch das Areal mit den Lokschuppen. Ich würde mich freuen, wenn wir diese Zug um Zug mit entwickeln könnten – für Theaterwerkstatt, Kulturräume und Läden sowie mit reichlich Platz für Vereinsarbeit und einen Tanzclub. Alles weit genug weg von Wohnbebauung, so dass man hier auch mal etwas lauter feiern kann. Auf die erste legendäre Lokschuppenparty freue ich mich schon heute.“

Der Investor würde nicht nur seine eigene Fläche, sondern auch die benachbarten Lokschuppen mit einer neuen Straße erschließen. Außerdem würde er eine Infrastrukturkostenpauschale für den Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke im Norden des Areals zahlen. Im Sinne der Energie- und Mobilitätswende bliebe westlich des Möbelmarkts sogar noch Platz für eine Wasserstofftankstelle. Mit Blick auf das ambitionierte Gesamtprojekt sagt Frank-Bertolt Raith, Amtsleiter für Planung und Bau: „Wir wollen den ‚gordischen Knoten‘ endlich durchschlagen. Wir brauchen an diesem Ort eine vielfältige Mischung. Mit XXXLutz kann genau das hier erstmals gelingen.“

Das Areal an der Feldstraße mit den Lokschuppen, wie es künftig aussehen soll. (c) Sadt Stralsund

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