Mit Schuljahresbeginn startete der Kinder- und Jugendcampus in seinem ersten Quartier in Knieper West, gar nicht so weit weg vom zukünftigen Platz auf dem großen Areal des früheren Plattenwerkes am Heinrich-Heine-Ring.
Grund genug für Oberbürgermeister Alexander Badrow, sich beim Unternehmensbesuch bei der „unseKinder“ gGmbH* vor Ort zu informieren.

Mit insgesamt 26 Mädchen und Jungen im Kitabereich sowie 53 Schulkindern in den Jahrgangsstufen 1 bis 5, „ist der Start gelungen“, sagt Fabienne Lüth, geschäftsführende Gesellschafterin und Ansprechpartnerin für alle und alles. Schnell zeigte sich, dass die von der Stadt gemieteten Räume reichen, aber es gern noch mehr sein könnten. „Die Stadt kommt uns hier sehr entgegen und wir sind auch sehr dankbar dafür. Ohne die tolle Unterstützung hätten wir den Anfang so nicht hinbekommen“, schaut Fabienne Lüth auf aufregende Wochen vor Schuljahresbeginn zurück.

Beim Rundgang – der Oberbürgermeister wird dabei von Moritz Koscher, 9 Jahre, durchs Haus geführt, der ihm die Räume erläutert und hier und da so manche überraschende Information parat hat. Zum Beispiel die, dass es zwei Lernfamilien gibt, einmal für die Klassenstufen 1 und 2 sowie für die 3. bis 5. Klasse. Später erklärt Moritz , dass es für manche Schüler sogar einen Einzelraum gibt – „weil wir Kinder mit besonderen Bedürfnissen haben“, ergänzt Fabienne Lüth.
„Zielsetzung ist“, hebt sie hervor, „jede und jeder lernt hier nicht für die Eltern, die Schule oder für Zensuren, sondern ausschließlich für sich selbst.“

Dass das Konzept der Schule offensichtlich gut ankommt, zeigt die Länge der Warteliste: Rund 50 Kinder stehen darauf. Zudem sind die Plätze für nächstes Jahr schon ausgebucht.
Ziel ist es, eines Tages das pädagogische Konzept vom Kindergarten bis zum Abitur umzusetzen. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, bei dem sich Fabienne Lüth und ihr Team von so manchem Tiefschlag nicht entmutigen lassen. Credo ist dabei: „Wir lösen alles mit Kreativität und einer starken Gemeinschaft.“

Ganz am Schluss seines Unternehmensbesuches überreicht Oberbürgermeister Alexander Badrow an Geschäftsführerin Fabienne Lüth eine Holzkiste mit Gartenkräutern und bunten Schaufeln – für den zukünftigen Schulgarten.
„Ein Beispiel, das Schule macht. Mit dem Kinder- und Jugendcampus ist unsere Stralsunder Schullandschaft um eine wunderbare Einrichtung reicher: in freier Trägerschaft, mit unglaublich viel Engagement und Kreativität ohne Ende. Dabei unterstützen wir gern“, so der Oberbürgermeister abschließend.

*unseKinder ist die Abkürzung für: unabhängig und selbstbewusst – Das ist das pädagogische Grundprinzip dieser Bildungsform für Kita und Schule.

Alles zur neuen Schulform in Stralsund hier: https://unsekinder.de/

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