Seit dem Jahresbeginn befindet sich der Winterdienst der Hansestadt Stralsund im ununterbrochenen Einsatz. Während die personellen Kapazitäten voll ausgeschöpft werden, sorgt die bundesweite Logistik beim Streusalz für Herausforderungen. Eine solidarische Geste aus der Region sichert jedoch vorerst die Verkehrssicherheit.
Solidarität in der Region: Straßenbauamt hilft aus
Die Hansestadt Stralsund kann vorerst aufatmen: Das Straßenbauamt Stralsund unterstützt die Stadtverwaltung in einer kritischen Phase mit 25 Tonnen Streusalz. Die Stadt zeigt sich dankbar für diese unbürokratische Hilfe, die den Zusammenhalt in der Region unterstreicht.
Logistische Engpässe bei der Versorgung
Hintergrund der knappen Vorräte sind Lieferengpässe bei der Deutscher Straßen-Dienst GmbH (DSD). Da Autobahnen und Bundesstraßen bei der Belieferung gesetzlich Vorrang haben, müssen Kommunen und Behörden bundesweit derzeit mit Verzögerungen rechnen.
Zusätzlich verschärft wird die Situation durch den akuten Fachkräftemangel im Logistiksektor: Es fehlen schlichtweg LKW und Fahrer, um das bestellte Auftausalz und die Salzsole zeitnah nach Stralsund zu transportieren. Die Stadtverwaltung steht in ständigem Kontakt mit der DSD GmbH, jedoch bleibt der Zeitpunkt der nächsten regulären Lieferung ungewiss.
100 Einsatzkräfte für 200 Kilometer Straßennetz
Trotz der schwierigen Materiallage leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Winterdienstes Enormes. Rund 100 Einsatzkräfte sind täglich von 3:00 Uhr morgens bis spät in den Abend im Dienst. Ihr Aufgabenbereich umfasst:
- Ein rund 200 Kilometer langes Netz aus Haupt- und Nebenstraßen.
- Die Sicherung von ca. 100 Kreuzungsbereichen.
- Die Räumung von 170 Bushaltestellen.
- Die Priorisierung von Wegen zu Schulen und die Beräumung von Schulhöfen.
Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger um gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht im Straßenverkehr, während das Team des Winterdienstes alles daransetzt, die Mobilität in Stralsund aufrechtzuerhalten.