Eine Vermisstensuche nach einem fünfjährigen Mädchen in Anklam hat am Donnerstagnachmittag ein glückliches Ende genommen. Entscheidenden Anteil daran hatten zwei Mädchen im Alter von zehn und elf Jahren: Sie bemerkten das offenbar orientierungslose Kind, kümmerten sich um die Fünfjährige und wollten sie sicher nach Hause bringen.
Das fünfjährige Mädchen hielt sich am Donnerstag, 1. Oktober, gemeinsam mit seiner Mutter auf einem Spielplatz in der Rigaer Straße in Anklam auf. Gegen 15:30 Uhr lief das Kind nach Angaben der Polizei zwischen geparkten Fahrzeugen hindurch und verschwand.
Nachdem die Mutter ihre Tochter zunächst selbst gesucht hatte, verständigte sie die Polizei. Die Beamten leiteten umgehend eine Nahbereichsfahndung ein. Zusätzlich wurden ein Polizeihubschrauber und eine Hundestaffel angefordert.
Zwei Schülerinnen kümmern sich um das Kind
Bereits gegen 15:55 Uhr wurden Polizisten in der Friedländer Straße auf drei Mädchen aufmerksam. Eines von ihnen entsprach der Beschreibung der vermissten Fünfjährigen.
Wie sich herausstellte, hatten eine Zehnjährige und eine Elfjährige das Kind zuvor im Bereich des Kreisverkehrs am Steintor entdeckt. Weil die Fünfjährige traurig und desorientiert wirkte, reagierten die beiden Schülerinnen.
Sie kümmerten sich um das Mädchen und machten sich gemeinsam mit ihr auf den Weg in Richtung ihrer Wohnanschrift.
Damit konnte die groß angelegte Suche schnell beendet werden. Der bereits angeforderte Polizeihubschrauber und die Hundestaffel mussten nicht mehr eingesetzt werden.
Polizei lobt das Verhalten der Mädchen
Kurze Zeit später konnte die Fünfjährige ihren erleichterten Eltern wohlbehalten übergeben werden. Nach dem Schrecken bekamen sie und ihr kleiner Bruder von den Polizeibeamten jeweils einen Tröste-Teddy.
Besonders hebt die Polizei das Verhalten der beiden jungen Helferinnen hervor. Die Polizeiinspektion Anklam lobte ausdrücklich ihr aufmerksames, weitsichtiges und couragiertes Handeln. Sie hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass die Suche schnell und ohne Schaden für das Kind beendet werden konnte.
Die Polizei bezeichnet das Verhalten der beiden Schülerinnen als vorbildliches Beispiel für Zivilcourage.
Quelle: Polizeiinspektion Anklam