Stralsund: Alkoholisierte Männer skandieren verfassungsfeindliche Parolen am Nikolaikirchhof

VonDaniel Siedenstrang

27. Februar 2026

Am Donnerstag, 26. Februar 2026, ist es in der Altstadt von Stralsund zu einem Polizeieinsatz gekommen. Gegen 14:30 Uhr wurde die Polizei zum Nikolaikirchhof gerufen. Nach ersten Hinweisen sollen dort mehrere Personen Lärm verursacht und verfassungsfeindliche Parolen skandiert haben.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Polizeieinsatz in der Stralsunder Altstadt

Nach Angaben der Polizei bestätigte sich der Sachverhalt vor Ort. Mehrere Personen hielten sich am Nikolaikirchhof auf. Dabei sollen verfassungsfeindliche Parolen gerufen worden sein.

Gerade der Bereich rund um den Nikolaikirchhof und die Ossenreyerstraße zählt zu den zentralen und stark frequentierten Bereichen der Stralsunder Altstadt – sowohl für Anwohnerinnen und Anwohner als auch für Besucher, Pendler und lokale Unternehmen.

Zwei Männer deutlich alkoholisiert

Im Rahmen des Einsatzes stellten die Beamten einen augenscheinlich alkoholisierten 32-jährigen Deutschen fest. Er gab an, einen verfassungsfeindlichen Gruß sowie eine entsprechende Parole getätigt zu haben. Eine freiwillige Atemalkoholüberprüfung ergab einen Wert von 1,95 Promille.

Ein weiterer Mann, 45 Jahre alt und ebenfalls deutscher Staatsangehöriger, soll ebenfalls verfassungsfeindliche Parolen skandiert haben. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von 3,00 Promille gemessen.

Ermittlungen durch die Kriminalpolizei

Gegen beide Männer ermittelt nun die Kriminalpolizei wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen vor Ort erhielten alle anwesenden Personen einen Platzverweis. Diesem kamen sie laut Polizeiangaben nach.

Haftbefehl in der Ossenreyerstraße vollstreckt

Im Zuge der Überprüfung der Personalien stellte sich zudem heraus, dass gegen eine weitere anwesende Person ein Haftbefehl vorlag. Der 37-jährige Deutsche hatte sich bereits vom Nikolaikirchhof entfernt, konnte jedoch in der Ossenreyerstraße festgestellt werden.

Auch er war alkoholisiert. Ein Atemalkoholtest ergab 1,65 Promille. Der Mann wurde im Anschluss einer Justizvollzugsanstalt zugeführt.

Der Vorfall zeigt, dass die Polizei in Stralsund konsequent auf Hinweise aus der Bevölkerung reagiert. Gerade im Landkreis Vorpommern-Rügen, insbesondere in der Stralsunder Innenstadt, werden entsprechende Sachverhalte zeitnah überprüft.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das:
Wer verfassungsfeindliche Parolen oder vergleichbare Vorfälle im öffentlichen Raum beobachtet, sollte diese unmittelbar der Polizei melden. Eine schnelle Information unterstützt die Strafverfolgung und trägt zur öffentlichen Sicherheit bei.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Was ist passiert?
Mehrere Personen skandierten verfassungsfeindliche Parolen am Nikolaikirchhof in Stralsund.

Wann?
Donnerstag, 26. Februar 2026, gegen 14:30 Uhr.

Wo?
Nikolaikirchhof und später Ossenreyerstraße in der Altstadt von Stralsund.

Wer war beteiligt?
Ein 32-jähriger und ein 45-jähriger Deutscher, beide alkoholisiert. Zudem ein 37-jähriger Deutscher mit bestehendem Haftbefehl.

Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
Einleitung von Ermittlungsverfahren, Erteilung von Platzverweisen sowie Vollstreckung eines Haftbefehls.

Handlungsaufforderung

Die Polizei bittet Bürgerinnen und Bürger in Stralsund und im Landkreis Vorpommern-Rügen, bei entsprechenden Beobachtungen aufmerksam zu bleiben und Hinweise zeitnah weiterzugeben.

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