Ein vermeintlicher Hilferuf hat am Dienstagabend (30. Juni) in Ribnitz-Damgarten einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilt, fuhr gegen 18:30 Uhr ein Pkw mit Anhänger am Polizeirevier vorbei. Aus dem Fahrzeug rief eine Person mehrfach laut: „Hilfe, Hilfe, ich werde entführt!“
Die Beamten reagierten sofort und leiteten einen umfangreichen Einsatz ein. Insgesamt drei Funkstreifenwagen beteiligten sich an der Fahndung nach dem Fahrzeug. Dieses konnte kurze Zeit später im Nahbereich gestoppt und kontrolliert werden.
Vor Ort stellte sich jedoch schnell heraus, dass zu keinem Zeitpunkt eine tatsächliche Gefahr bestand. Ein 32-jähriger deutscher Mann erklärte gegenüber den Polizeibeamten, den Hilferuf lediglich „zum Spaß“ gerufen zu haben, weil er die Situation lustig fand.
Die Folgen des vermeintlichen Scherzes sind allerdings ernst: Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Darüber hinaus muss er voraussichtlich die Kosten des durch sein Verhalten ausgelösten Polizeieinsatzes tragen.
Die Polizei macht deutlich, dass das Vortäuschen einer Notlage kein harmloser Spaß ist. Solche falschen Hilferufe binden Einsatzkräfte, die in dieser Zeit möglicherweise an anderer Stelle dringend benötigt werden. Im schlimmsten Fall können dadurch echte Notfälle verzögert werden. Zudem handelt es sich um eine strafbare Handlung, die entsprechende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.