Altefähr. Eine Meldung über eine möglicherweise im Wasser verschwundene Person hat am Sonntag, 30. August, in Altefähr umfangreiche Suchmaßnahmen ausgelöst. Am Ende fanden die Einsatzkräfte keine vermisste oder hilfsbedürftige Person. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Missbrauch von Notrufen.
Gegen 10:30 Uhr war die Polizei über eine mögliche Gefahrenlage informiert worden. Nach den ersten Angaben sollte eine Person ins Wasser gesprungen und anschließend nicht wieder aufgetaucht sein.
Zahlreiche Einsatzkräfte suchen nach Person
Aufgrund der möglichen akuten Lebensgefahr wurden umgehend umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Neben der Polizei waren unter anderem die Wasserschutzpolizei, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Feuerwehr beteiligt. Zwischenzeitlich wurde auch ein Rettungshubschrauber eingesetzt.
Trotz der großangelegten Suche konnte keine Person gefunden werden. Auch Passanten im näheren Umfeld konnten laut Polizei keine entsprechenden Beobachtungen bestätigen. Die Suchmaßnahmen wurden schließlich beendet.
Polizei prüft manipulierten Notruf
Nach aktuellem Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass die ursprüngliche Mitteilung eine Falschmeldung gewesen sein könnte.
Im Zusammenhang mit dem eingegangenen Notruf prüft die Polizei unter anderem ein sogenanntes Call-ID-Spoofing. Dabei wird die tatsächlich verwendete Telefonnummer technisch verschleiert und beim Empfänger eine andere Rufnummer angezeigt.
Die Polizei hat eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen aufgenommen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizei