Grippewelle in Mecklenburg-Vorpommern stärker als in den Vorjahren

VonDaniel Siedenstrang

6. Februar 2026

Zum Start der Winterferien hat die Grippewelle in Mecklenburg-Vorpommern deutlich an Dynamik gewonnen. Aktuelle Zahlen zeigen: Im Januar 2026 fehlten spürbar mehr Menschen grippebedingt im Job als noch in den Vorjahren. Besonders auffällig ist der starke Anstieg der Krankmeldungen innerhalb weniger Wochen.

Nach einer Auswertung der AOK Nordost, der größten Krankenkasse in Mecklenburg-Vorpommern, ließen sich allein im Januar 792 Versicherte wegen einer Grippe ärztlich krankschreiben. In den beiden Vorjahren waren es mit 670 und 772 Fällen jeweils weniger. Damit fällt die aktuelle Grippesaison vor allem bei Erwachsenen stärker aus als zuletzt.

Krankmeldungen verfünffacht – starke Zunahme zum Monatsende

Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf den Monatsverlauf: Während es in der ersten Januarwoche nur wenige Grippe-Krankschreibungen gab, stieg die Zahl in der letzten Januarwoche auf 292 Fälle an. Damit haben sich die Krankmeldungen innerhalb eines Monats nahezu verfünffacht. Für viele Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das zusätzliche Belastungen durch Personalausfälle.

Winterferien starten für viele Kinder mit Infekten

Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Für zahlreiche Familien beginnen die Winterferien nicht mit Erholung, sondern mit Atemwegsinfektionen oder einer echten Grippe. Experten weisen darauf hin, dass sich Infektionsketten gerade in der kalten Jahreszeit schnell ausbreiten – etwa in Schulen, Kitas oder im öffentlichen Nahverkehr.

Grippeimpfung weiterhin sinnvoll

„Angesichts der hohen Anzahl der Grippeinfektionen in MV lohnt es sich weiterhin, jetzt eine Grippeimpfung nachzuholen“, erklärt Juliane Venohr, Leiterin der Landesdirektion der AOK Nordost in Mecklenburg-Vorpommern. In der vergangenen Saison wurde der Höhepunkt der Grippewelle erst im März erreicht. Das bedeutet: Auch in den kommenden Wochen ist mit weiteren Erkrankungen zu rechnen.

Ergänzung zu den offiziellen Grippe-Zahlen

Die Auswertung der AOK ergänzt die offiziellen Influenzastatistiken des Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern. Diese beruhen auf Meldungen ausgewählter Arztpraxen sowie virologischen Proben. Eine labordiagnostische Bestätigung ist vor allem bei schweren Krankheitsverläufen oder Risikogruppen sinnvoll. In der ambulanten Versorgung wird eine Grippe jedoch häufig bereits anhand der Symptome diagnostiziert, um eine schnelle Behandlung zu ermöglichen.

Alltagsnaher Blick auf die Grippesituation

Die Zahl der ärztlichen Krankschreibungen zeigt besonders anschaulich, wie stark sich die Grippewelle auf den Arbeitsalltag in Mecklenburg-Vorpommern auswirkt. Sie liefert damit einen praxisnahen Eindruck, wie viele Menschen aktuell tatsächlich krankheitsbedingt fehlen – zusätzlich zu den offiziell gemeldeten Infektionszahlen.

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