Am Sonntag, 15. Februar 2026, kam es in der Putbusser Straße in Binz zu einem Polizeieinsatz nach einem zunächst gemeldeten Verkehrsunfall. Gegen 16:30 Uhr wurden Einsatzkräfte vor Ort tätig – im Fokus stand jedoch weniger ein klassischer Unfallhergang als vielmehr das Verhalten eines beteiligten Abschleppdienstmitarbeiters.
Bedrohung nach Fotoaufnahme angekündigt
Nach Angaben der Polizei wandte sich eine 43-jährige deutsche Frau an die Beamten. Sie gab an, einen vor Ort befindlichen 66-jährigen Mitarbeiter eines Abschleppdienstes gebeten zu haben, sein Fahrzeug etwas zur Seite zu fahren, um das Passieren der Straße zu ermöglichen.
Der Mann sei dieser Aufforderung nicht nachgekommen. Als die Frau daraufhin ihr Mobiltelefon hervorgeholt habe – offenbar, um das Kennzeichen des Abschleppfahrzeugs zu fotografieren – soll der 66-Jährige sie bedroht haben.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung sowie der Nötigung aufgenommen.
Widerstand gegen Identitätsfeststellung
Im weiteren Verlauf wollten die eingesetzten Polizeibeamten die Identität des Mannes feststellen. Laut Polizei verweigerte er jedoch die Angabe seiner Personalien.
Da keine freiwillige Mitwirkung erfolgte, sollte der Mann durchsucht werden, um Ausweisdokumente aufzufinden. Auch gegen diese Maßnahme habe er sich gewehrt und Widerstand geleistet. Die Beamten konnten schließlich entsprechende Dokumente sicherstellen und seine Identität zweifelsfrei klären.
Trotz abgeschlossener Identitätsfeststellung soll der 66-Jährige die Einsatzkräfte zudem beleidigt haben.
Weitere strafrechtliche Ermittlungen
Neben dem Verdacht der Bedrohung und Nötigung ermittelt die Kriminalpolizei nun auch wegen:
- Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte
- Beleidigung
Die Ermittlungen dauern an.
Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell alltägliche Situationen im öffentlichen Raum eskalieren können – insbesondere dann, wenn Beteiligte nicht kooperativ handeln. Die strafrechtliche Bewertung obliegt nun den zuständigen Ermittlungsbehörden.