Stralsund/Region. Der sogenannte Carfriday gilt in der Tuning-Szene traditionell als inoffizieller Saisonstart. Nach einem nicht angemeldeten Treffen mit rund 250 Fahrzeugen im vergangenen Jahr in Stralsund hatte die Polizei für den diesjährigen Karfreitag (3. April 2026) umfassende Schwerpunktkontrollen angekündigt – und durchgeführt.
Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilt, waren am Carfriday zahlreiche Einsatzkräfte im gesamten Präsidiumsbereich im Einsatz. In Stralsund wurde dabei erneut ein größeres Treffen der Tuner-Szene festgestellt – diesmal mit rund 70 Fahrzeugen.
Mehrere Verstöße festgestellt
Auch wenn die Zusammenkünfte laut Polizei insgesamt ohne größere besondere Vorkommnisse verliefen, wurden bei den Kontrollen mehrere Verstöße festgestellt:
- Bei 25 Fahrzeugen erlosch durch bauliche Veränderungen die Betriebserlaubnis
- 24 Fahrer waren zu schnell unterwegs
- Insgesamt wurden 31 Bußgeldverfahren eingeleitet
- Zusätzlich sprach die Polizei 33 Verwarnungen aus
- 9 Fahrzeugführern wurde die Weiterfahrt untersagt
- 1 Fahrzeug wurde zur Begutachtung sichergestellt
- Gegen 1 Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen (§315d StGB) eingeleitet
Polizei: „Überwiegend positive Bilanz“
Trotz der festgestellten Verstöße zieht die Polizei eine insgesamt überwiegend positive Bilanz des Einsatzes. Nach Angaben des Präsidiums habe sich der Großteil der Verkehrsteilnehmer am Carfriday regelkonform verhalten.
Mit den Kontrollen wollte die Polizei insbesondere gegen illegales Tuning, gefährliches Fahrverhalten und sogenannte Poser-Szenen vorgehen. Ziel sei es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und Risiken für andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu unterbinden.