Bundespräsident Steinmeier verlegt Amtssitz nach Stralsund – „Ortszeit Deutschland“ im April 2026

VonDaniel Siedenstrang

16. März 2026

Stralsund. Die Hansestadt Stralsund erhält im April besonderen Besuch aus Berlin: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird seinen Amtssitz im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ortszeit Deutschland“ vorübergehend an den Strelasund verlegen. Vom 14. bis 16. April 2026 arbeitet der Bundespräsident direkt in der Hansestadt und sucht den Austausch mit Politik, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern der Region.

Für Stralsund ist es ein besonderer Termin: Es handelt sich um die 18. Station der „Ortszeit Deutschland“ und zugleich um die erste in Vorpommern.


„Ortszeit Deutschland“: Austausch mit den Regionen

Die Reihe „Ortszeit Deutschland“ wurde im Jahr 2022 ins Leben gerufen. Ziel ist es, dass der Bundespräsident regelmäßig seinen Amtssitz zeitweise in verschiedene Städte und Regionen Deutschlands verlegt.

Dabei geht es vor allem darum:

  • direkt mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen
  • regionale Herausforderungen und Chancen sichtbar zu machen
  • gesellschaftliche Zukunftsfragen zu diskutieren

Der dreitägige Arbeitsaufenthalt in Stralsund soll daher nicht nur protokollarische Termine umfassen, sondern vor allem Begegnungen und Gespräche mit Menschen aus der Region ermöglichen.


Stralsund: Historische Hansestadt mit starkem Wandel

Die Stralsund blickt auf eine fast 800-jährige Geschichte zurück. Seit 2002 gehört die historische Altstadt zum UNESCO-Welterbe.

In den vergangenen rund 35 Jahren hat die Stadt einen tiefgreifenden Strukturwandel erlebt. Heute ist Stralsund:

  • Standort zahlreicher Landes- und Bundesbehörden
  • Heimat vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen
  • ein bedeutendes touristisches Zentrum an der Ostsee

Die Lage am Strelasund, der Meerenge zwischen Festland und der Insel Rügen, macht die Hansestadt zudem zu einem wichtigen maritimen Standort.


Begleitung durch Oberbürgermeister Alexander Badrow

Während seines Aufenthalts wird Bundespräsident Steinmeier von Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, begleitet.

Badrow betont die Bedeutung des Besuchs für die Stadt:

„Stralsund ist geprägt von seinen hanseatischen Traditionen bis hin zum modernen Schiffbau, durch das Miteinander von Gestern und Heute sowie von engagierten Menschen, denen vor allem eines wichtig ist: #stralsundhältzusammen. Die Ortszeit des Bundespräsidenten in der Hansestadt Stralsund gibt uns die Möglichkeit, unsere regionalen Themen noch sichtbarer zu machen und unsere Stadt mit all ihren Facetten präsentieren zu können.“


Gespräche mit Politik und Bürgern geplant

Während der „Ortszeit“ stehen mehrere Gesprächsformate auf dem Programm.

So wird der Bundespräsident:

  • Mitglieder aller Fraktionen der Stralsunder Bürgerschaft treffen
  • an einer „Kaffeetafel kontrovers“ teilnehmen
  • mit Bürgerinnen und Bürgern über aktuelle gesellschaftliche Themen diskutieren

Ziel ist ein offener Dialog über gesellschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen vor Ort.


Besuche bei wichtigen Einrichtungen der Stadt

Neben politischen Gesprächen sind auch mehrere Besuche bei regional bedeutenden Einrichtungen geplant. Dazu gehören unter anderem:

  • die Volkswerft Stralsund
  • das Störtebeker Brauquartier
  • das Theater Vorpommern
  • die Spielkartenfabrik Stralsund
  • die Marinetechnikschule
  • die DLRG

Die Besuche sollen die wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Facetten der Region sichtbar machen.


Abschluss mit Ordensverleihung im OZEANEUM

Den feierlichen Abschluss des Besuchs bildet eine Ordensverleihung im OZEANEUM Stralsund.

Dort wird der Bundespräsident Bürgerinnen und Bürger aus der Region für ihr ehrenamtliches Engagement auszeichnen. Damit würdigt das Staatsoberhaupt Menschen, die sich in besonderer Weise für ihre Gemeinschaft einsetzen.


Große Bühne für Stralsund

Für die Hansestadt bietet der Besuch eine besondere Gelegenheit:

Stralsund kann sich bundesweit als traditionsreiche, moderne und engagierte Stadt präsentieren. Gleichzeitig eröffnet der Aufenthalt Raum für Gespräche über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsfragen – sowohl für die Region Vorpommern als auch für die Gesellschaft insgesamt.

Vom 14. bis 16. April 2026 wird Stralsund damit für drei Tage zum politischen Mittelpunkt Deutschlands.

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