Betrunkene auf B96 bei Bergen: Angriff auf Polizei – Autofahrer zeigen Zivilcourage

VonDaniel Siedenstrang

13. April 2026

Gefährliche Situation auf Bundesstraße in der Nacht

Bergen auf Rügen / Landkreis Vorpommern-Rügen – In der Nacht zum Sonntag (12. April 2026) kam es auf der Bundesstraße 96 zu einem gefährlichen Polizeieinsatz. Zwei stark alkoholisierte Männer hielten sich auf der Fahrbahn auf und sorgten für eine riskante Situation im fließenden Verkehr.

Die Polizei wurde alarmiert, nachdem gemeldet wurde, dass sich Personen mitten auf der Straße befinden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte zwei Männer fest, die sich aus Richtung Samtens kommend in Richtung Bergen bewegten – offenbar ohne Rücksicht auf den Verkehr.

Aggressives Verhalten eskaliert

Die Männer verhielten sich laut Polizei äußerst provokant, jubelten und pöbelten die Beamten an. Besonders ein 31-jähriger Mann von der Insel Rügen reagierte aggressiv auf die Ansprache der Polizei.

Im weiteren Verlauf griff er die Einsatzkräfte offenbar an. Die Situation eskalierte so weit, dass die Beamten ein Reizstoffsprühgerät einsetzen mussten. Der Angriff konnte abgewehrt werden.

Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 31-Jährigen einen Wert von 2,06 Promille. Er wurde anschließend in polizeiliches Gewahrsam genommen.

Zivilcourage verhindert Schlimmeres

Da sich der Einsatz direkt auf der Fahrbahn der B96 abspielte, bestand akute Lebensgefahr für alle Beteiligten. In dieser kritischen Situation griffen zwei unbeteiligte Männer beherzt ein:

  • Ein 41-jähriger Autofahrer aus Rostock stoppte sein Fahrzeug und half, den Verkehr mit einer Taschenlampe zu warnen
  • Ein 23-jähriger Mann aus Bergen sicherte die Einsatzstelle, indem er sein Fahrzeug quer stellte

Durch dieses besonnene und mutige Handeln konnte eine mögliche Katastrophe verhindert werden.

Polizei bedankt sich ausdrücklich

Die Polizei lobte das Verhalten der beiden Helfer ausdrücklich. Ohne deren Unterstützung hätte sich die Lage deutlich gefährlicher entwickeln können.

Gegen den 31-jährigen Tatverdächtigen wird nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

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Sundblick Nachrichten

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