Zum bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai setzen die Hansestadt Stralsund, die Stralsunder Werkstätten und das Helios Hanseklinikum Stralsund gemeinsam ein Zeichen für mehr Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Ab dem 11. Mai sind im Krankenhaus am Sund gleich zwei besondere Fotoausstellungen zu sehen, die den Blick auf Barrieren im Alltag und die kreativen Potenziale von Menschen mit Behinderung lenken.
Hintergrund ist der jährliche Aktionstag der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Denn viele Betroffene kämpfen nach einem Schlaganfall dauerhaft mit Einschränkungen im Alltag. Plötzlich werden Situationen zur Herausforderung, die zuvor selbstverständlich waren. Genau hier setzen die beiden Ausstellungen an: Sie wollen sensibilisieren, Perspektiven verändern und den gesellschaftlichen Dialog stärken.
Wanderfotoausstellung macht Alltagshürden sichtbar
Die Wanderfotoausstellung des „Netzwerks Inklusion im Kreis Segeberg 3.0“ zeigt alltägliche Situationen aus einer neuen Perspektive. Durch eindrucksvolle Motive werden Herausforderungen sichtbar gemacht, mit denen Menschen mit Einschränkungen regelmäßig konfrontiert sind.
Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit dem Thema Barrierefreiheit auseinanderzusetzen, Empathie zu entwickeln und den Blick auf gesellschaftliche Teilhabe zu schärfen. Gleichzeitig soll sie Raum für Gespräche und Austausch schaffen.
„Wohnhaus im Detail“: Kreative Einblicke aus den Stralsunder Werkstätten
Ergänzt wird die Ausstellung durch das Fotoprojekt „Wohnhaus im Detail“ der Stralsunder Werkstätten. Mitglieder des Fototreffs haben dabei ihr Wohnumfeld im Heinrich-Heine-Ring 41 aus ungewöhnlichen Blickwinkeln fotografiert.
Die entstandenen Bilder zeigen Details des Alltags, die im täglichen Leben oft übersehen werden. Mit Kreativität und einem besonderen Blick für Perspektiven machen die Künstlerinnen und Künstler kleine Ausschnitte sichtbar, die gemeinsam ein neues Gesamtbild entstehen lassen.
Das Projekt ist Teil der Initiative „KUNST – KREATIVITÄT – KÖNNEN“, die durch die NDR-Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ gefördert wurde. Ziel ist es, kreative Arbeiten von Menschen mit Behinderung stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und kulturelle Teilhabe sichtbar zu machen.
Ausstellung zwei Monate im Krankenhaus am Sund zu sehen
Beide Ausstellungen sind ab dem 11. Mai für rund zwei Monate im Foyer und Café des Krankenhauses am Sund im Helios Hanseklinikum Stralsund zu sehen.
Die Präsentation bildet gleichzeitig den Auftakt für das Projekt „KUNST – KREATIVITÄT – KÖNNEN“. Weitere Einrichtungen und öffentliche Orte sind eingeladen, den entstandenen Kunstwerken Raum zu geben und damit ein Zeichen für Inklusion zu setzen.
Weitere Informationen gibt es unter:
Stralsunder Werkstätten
