Die Hansestadt Stralsund wird in diesen Tagen zum Treffpunkt zentraler Finanzexpertise: Der Arbeitskreis „Steuerschätzungen“ (AKS) kommt vom 5. bis 7. Mai 2026 zu seiner 170. Sitzung zusammen. Tagungsort ist das OZEANEUM.
Auf Einladung des Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern nehmen rund 35 Expertinnen und Experten aus Bund, Ländern und Kommunen sowie Vertreter der Deutsche Bundesbank und führender Wirtschaftsforschungsinstitute teil.
Grundlage für Haushaltsplanungen
Zum Auftakt begrüßte Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue die Teilnehmenden in Stralsund. Er betonte die zentrale Bedeutung der Steuerschätzung:
„Belastbare Daten sind das Fundament für eine verlässliche Haushaltspolitik.“
Die Ergebnisse des Arbeitskreises gelten als maßgebliche Grundlage für die Finanzplanung von Bund, Ländern und Kommunen. Sie definieren den finanziellen Spielraum politischer Entscheidungen.
Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die aktuelle Frühjahrsschätzung erfolgt vor einem herausfordernden Hintergrund: Die deutsche Wirtschaft befindet sich im dritten Jahr in einer Schwächephase. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten und steigende Energiekosten.
Für Mecklenburg-Vorpommern sei daher weiterhin eine konsequente Haushaltsdisziplin notwendig, so Geue.
Zentrale Instanz seit 1955
Der 1955 gegründete Arbeitskreis tagt zweimal jährlich und vereint Vertreter zentraler Institutionen wie des Bundesfinanzministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums, des Statistischen Bundesamtes, der Bundesbank sowie mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute und kommunaler Spitzenverbände.
Das offizielle Ergebnis der aktuellen Steuerschätzung wird am Donnerstag in Berlin veröffentlicht.
Für Mecklenburg-Vorpommern ist die Sitzung in Stralsund bereits das vierte Mal, dass das Land Gastgeber dieses wichtigen Gremiums ist.
