Freie Schulwahl in Stralsund in Gefahr?


Schreiben des Schulelternrates der Grundschule Andershof

Schreiben des Schulelternrates der Grundschule Andershof

Die Geburtenzahlen steigen, der Zuzug von jungen Familien nach Stralsund wird stetig größer – das alles sind Erkenntnisse, die nicht erst seit gestern vorliegen. Nun gibt es „plötzliche“ Herausforderungen bei der Schulkapazitäten. Wie das Schreiben des Schulelternrates der Grundschule Andershof zeigt, und auch die Ostseezeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, gibt es Bestrebungen die Grundschüler aus Andershof direkt an die Herrmann-Burmeister-Schule weiterzuleiten. Dies wiederspricht der normalen, und gesetzlich verbrieften, Freiheit in der Schulwahl.

Auf welche Schule Ihr Kind nach der Grundschulzeit geht, suchen Sie selbst aus, bzw. richtet sich dies auch nach der, nicht bindenden, Empfehlung der Grundschule. Gibt es im Umkreis mehrere weiterführende Schulen der gleichen Art (zum Beispiel zwei Gymnasien), gibt es ebenfalls eine Einzugsschule, von der Sie auf begründetem Antrag hin abweichen können.

Der Plan der Stadtverwaltung sieht nun, laut OZ, die Erneuerung der Allende-Schule, die direkt neben der Burmeister-Schule steht, vor. Somit könnten die Grundschüler der Burmeister-Schule dort einziehen und im Hauptgebäude Platz machen für mehr Schüler der Regionalschule.

Wurde hier die Schülerentwicklung verschlafen? Offensichtlich. Die Schullandschaft in Stralsund muss dringend neu strukturiert werden – genau wieder der Schülerverkehr, damit alle Schüler ohne großen Aufwand per Bus Ihre Schule erreichen und nicht eine Stadtrundfahrt mit 3x umsteigen machen müssen.

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